Juni 2013: Das dritte Hammer Strassenkunstfestival Kunstpelz

Teilnahme am 3. Hammer Strassenkunstfestival "Kunstpelz"

Location: Hammer Tierpark / 29+30 Juni 2013

Orga: Tine Walterscheid & Dominik M. Täger

 

Aktion: MixPerimente

Live-Produktion von Texten in DaDa-Manier gemäss "Anleitung"

Tristan Tzara zur Herstellung eines dadaistischen Gedichts --

 

Hier habe ich einfach mal unter freiem Himmel in dada-artiger Manier

zB ein Gedicht von Goethe (Frech und Froh) zerlegt, in seine Einzelworte

zerschnitten. Um dann am Ende aus den Wortschnipseln einen neuen

Text zu bauen. Man könnte sagen, ich habe auf dem Strassenkunstfestival

mit Sprache rumgebastelt, was ganz witzig war. Allerdings konnten viele

Besucher nicht ganz so viel damit anfangen, ... kann auch an mir gelegen haben,

ich hatte noch nie einen Stand irgendwo, schon gar nicht mit Textschnippelei,

was ja aus gewisser Perspektive durchaus verhaltensgestört zu wirken scheint.

Sei's drum: Sollte es ein nächstes Mal mit den MixPerimenten geben, werde ich

einiges anders machen, besser. Mir gefällt der Gedanke, das mit jemandem zusammen zu machen. Na, war ein Versuch, hat sich gelohnt- auch der 3. kunstpelz war prima,

es war viel los bei guter Stimmung- Immerhin habe ich dadurch etwas wiederaufgenommen, das ich schon vor gut zehn Jahren gemacht habe,

steht bis heute im Netz als "Maschinelle VerWortungen"; hier werden von mir Texte direkt online einigen Programmen zur Verarbeitung eingegeben; bestimmten Algorithmen folgend, behandeln sie einen Text zB so, wie es Tristan Tzara in seiner Anleitung zur Erstellung eines dadaistischen Gedichts beschrieben hat. Es gibt diverse Programme zur Permutation von Texten; ich selbst nutze neben dem poème dadaiste auch die Freeform Permutation von Florian Cramer, sowie das englischsprachige "Text Mixer", das neben anderen Programmen zur Textveränderung auf der Netzplattform

http://languageisavirus.com --

 

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Location: Hammer Tierpark / 29+30 Juni 2013

Orga: Tine Walterscheid & Dominik M. Täger

 

Aktion Mone Hartman: TextBuden MixPerimente

Was hier als MixPeriment bezeichnet wird, ist am ehesten vergleichbar mit dem Re-Mixen von Musik, nur dass es hier eben um Texte geht- möglichst um kurze, sonst kann es langwierig werden, langweilig. Mone Hartman remixt allerlei, Texte von Rilke über Goethe bis Bukowski, aber auch ihre eigenen Kurztexte, sowie Werbe- und sonstige Slogans. Sie mixt zudem ein paar der diversen Methoden, die sich anschicken, Texte umzuwandeln. Wurzelnd im Vorgehen der  Dadaisten und den Beat-Poeten des letzten Jahrhunderts, macht sie erstmal kaputt, nimmt die Schere, wie Tristan Tsara in seinem dadaistischen Manifest auffordert. Die Texte werden heiter zerstört, in ihre Einzelteile zerlegt, in diesem Fall in die einzelnen Worte. Die Wortzettel werden in eine Tüte gegeben und vorsichtig geschüttelt, anschliessend Stück für Stück herausgenommen und in genau dieser Reihenfolge aufs Papier gebracht, geklebt, oder abgeschrieben- damals, bei den Dadaisten. Mone Hartman geht etwas anders vor, sie hält sich nicht an die Reihenfolge, nicht daran, sämtliche Worte des Ausgangstexts -den sie als MixVorlage bezeichnet- zu benutzen. Stattdessen schiebt sie die Worte einige Male auf dem Papier hin- und her, folgt stets nur dem spontanen Gefallen, ohne grösseres Nachdenken, wirft ganz einfach diejenigen Worte in den Müll, die ihr gerade im Zusammenhang nicht passen, und bringt als Ergebnis in der Regel einen Text in die Welt, der mit dem Ausgangstext rein gar nichts mehr gemeinsam hat als eben einige Begriffe. Ein Sinn steckt selbstredend nicht unbedingt drin, muss ja auch nicht; hier geht es um den Spass am Experimentieren, am Ausprobieren, um den Spass am Spiel mit Worten, mit Sprache. - Dieser Art, mit Texten umzugehen, widmet sich Mone Hartman seit einigen Jahren, bislang allerdings nur im virtuellen Raum: Wo die ganze Arbeit im Grunde erledigt wird von vergleichsweise simpel gestrickten CGI-Scripten, die anhand bestimmter Algorithmen die Ergebnisse auswerfen. Hier wird dann auch schonmal ein bereits ganz zerstörter, veränderter Text als Grundlage für die nächste Permutation genommen- bis hin zu der ganz freien Form des Netz- und Literaturwissenschaftlers Florian Cramer. Seine literarischen und wissenschaftlichen Arbeiten sind für Mone Hartman der Ausgangspunkt zu weiteren Erkundungen auf diesem Gebiet. - In wenigen Tagen gibt es an dieser Stelle ergänzend eine kurze, aber grundlegende Liste mit Links zu entsprechenden Ressourcen im Netz. 

 

Je nachdem, wie die "Ergebnisse" der KunstPelz-Aktion bzw. der MixPerimente ausfallen, wird es evtl eine Nachfolge geben.

 

 

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